Check4u – Foto machen, KI erkennt, Wert sofort wissen
Sammlungs-Manager mit Wert-Tracker: KI-Bilderkennung, echte eBay-Marktpreise, Flohmarkt-Ampel – plus Chrome-Erweiterung fürs Inserieren
Was ist das wert? Ein Foto genügt: KI erkennt Marke, Modell und Zustand, schreibt den Verkaufstext, echte eBay-Preise daneben — bis zu 15 Artikel je Bild.
Das Problem
Wer Dinge sammelt oder gebraucht verkauft, kennt das: Was ist das eigentlich wert? Für jeden Artikel eBay durchsuchen, den Zustand ehrlich beschreiben, zweisprachig texten, den Preis schätzen – und auf dem Flohmarkt in Sekunden entscheiden, ob ein Fund sein Geld wert ist. Bestehende Apps können meist nur eines davon, schicken alles in fremde Clouds oder wollen am Ende selbst verkaufen.
- Wert eines Artikels ist ohne Recherche reines Bauchgefühl
- Verkaufstexte schreiben kostet pro Artikel Minuten – bei Sammlungen Stunden
- Auf dem Flohmarkt fehlt die Zeit, jedes Teil einzeln zu prüfen
- Inserate auf Kleinanzeigen von Hand abtippen ist Fleißarbeit
Die Lösung
Check4u ist eine mobile-first PWA: Foto machen oder hochladen, Kategorie wählen – fertig. Im Hintergrund analysiert ein KI-Modell das Bild (Gemini 2.5 Flash als Standard, GPT-4o oder Claude als Alternative) und liefert Marke, Modell, Zustand 1–5, kategoriespezifische Attribute, sichtbare Mängel, einen ehrlichen Verkaufstext auf Deutsch und Englisch, Keywords und eine Preisspanne. Direkt danach fragt ein zweiter Job die eBay Browse API nach aktiven Angeboten und stellt den echten Marktpreis neben die KI-Schätzung – mit den Top-3-Angeboten als Link. Im Flohmarkt-Modus reicht ein Foto vom ganzen Tisch: bis zu 15 Produkte werden erkannt, einzeln angelegt und mit einer Kauf-Ampel (Grün / Orange / Rot) direkt auf dem Foto markiert. Alles landet in einer Sammlung mit Kategorien, Wert-Verlauf und Favoriten. Läuft auf meinem eigenen Server – Bilder und Daten bleiben bei mir.
Meine Rolle
Ideengeber, Product Owner & Entwickler (Eigenprojekt)
- Idee aus dem eigenen Alltag: Sammlung bewerten, Flohmarkt-Funde prüfen, Anzeigen schneller schreiben
- Architektur: Laravel-Backend, Queue-Jobs, KI-Provider-Schicht, eBay-OAuth
- Prompt-Design für ehrliche Zustandsbeschreibungen und kategoriespezifische Attribute
- Entwicklung gemeinsam mit meiner KI-Assistentin LISA – von v0.1 (SnapSeller4u) bis Check4u
- Betrieb auf eigenem Server, täglich selbst im Einsatz
Funktionen
Scan: Normal, Super-Scan, Flohmarkt
Kamera oder Upload, Kategorie-Picker. Super-Scan nimmt mehrere Fotos hintereinander, der Flohmarkt-Modus erkennt aus einem Foto bis zu 15 Produkte.
KI-Analyse mit 11 Kategorie-Schemas
Marke, Modell, Zustand, Attribute je Kategorie (Games, Elektronik, Kleidung, Sammelkarten …), Verkaufstext DE/EN, Preisspanne, Altersfreigabe-Warnung (USK/FSK). Ehrlich statt Marketing-Sprech – das steht so im Prompt.
Echter Marktpreis über die eBay Browse API
OAuth2, aktive eBay.de-Angebote mit Zustandsfilter, Vergleichskarte KI vs. eBay, Top-3-Angebote mit Bild und Direktlink. Die KI liefert dafür einen optimierten Suchbegriff.
Flohmarkt-Ampel
Farbige Preis-Badges direkt auf dem Scan-Foto: Grün = kaufen, Orange = geht so, Rot = Finger weg. Dazu eine Quick-Decision-Karte pro Artikel mit eBay-Schnitt und geschätztem Gewinn.
Sammlung, Wert-Verlauf, Favoriten
8 System-Kategorien, Dashboard mit Gesamtwert, Wert-Historie pro Artikel, Kaufpreis und -datum, Reanalyse und Preischeck-Refresh, Marketplace-Quick-Links (eBay, Kleinanzeigen, Amazon, Google Shopping).
Mehrbenutzer, Admin, PWA
Benutzer mit monatlichem Scan-Limit, Verkäufer-Profil (Ich-Form, VB/Festpreis/Express), Login-Historie; Admin-Bereich mit KI-Einstellungen, Prompt, Token-/Kosten-Tracking und Impersonation. Installierbar als PWA mit Offline-Seite.
Technik & Engineering
Zwei Bausteine, die den Unterschied machen: die Chrome-Erweiterung, die das Inserieren abkürzt, und eine KI-Schicht, die nicht an einem Anbieter hängt.
Chrome-Erweiterung „Check4u Anzeigenhelfer" (Manifest V3)
Zeigt im Popup die vorbereiteten Artikel aus Check4u (Bild, Titel, Preis) und blendet auf dem Formular „Anzeige aufgeben" bei kleinanzeigen.de eine verschiebbare Leiste ein: Titel, Beschreibung, Preis, Preisart, Versand/Abholung und PLZ werden vorbefüllt, Fotos auf Wunsch eingesetzt. Eine Statuszeile sagt ehrlich, welche Felder gefüllt wurden – keine Erfolgsmeldung ohne Erfolg. Verbindung zur App über Basis-URL + persönlichen Zugangsschlüssel.
Was die Erweiterung bewusst nicht tut
Kein Login, kein Absenden, kein Auslesen fremder Anzeigen. Automatisiertes Einstellen verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von kleinanzeigen.de – Vorbefüllen ist eine Schreibhilfe, prüfen und veröffentlichen bleibt beim Menschen. Deshalb absichtlich nicht im Chrome Web Store, sondern als entpackter Ordner für den eigenen Rechner.
KI-Provider-Schicht mit Kostenkontrolle
AiProviderInterface → Gemini / OpenAI / Claude hinter einer gemeinsamen Prompt- und JSON-Parsing-Basis; Standard per Admin-Einstellung wechselbar. Gemini mit Multi-Key-Rotation bei Rate-Limits, jeder Aufruf mit Token- und Kosten-Log. Rate-Limits werfen eine eigene Exception – kein Endlos-Retry, ehrliches Fehlerbanner im UI.
Asynchron per Queue-Jobs
AnalyzeItemJob, AnalyzeMultiScanJob und EbayPriceCheckJob laufen im Queue-Worker – die App bleibt beim Scannen flüssig, Preischecks werden bei Multi-Scans gestaffelt. Thumbnails entstehen beim Upload (Intervention Image), MariaDB als Datenbank.
Ergebnisse
Check4u ist kein Produkt für den Markt, sondern mein tägliches Werkzeug – und genau daran gemessen: Es läuft auf meinem eigenen Server, mit meinen Daten, mit einer Ampel, die auch mal „Finger weg" sagt. Die KI-Preisschätzung bleibt eine Schätzung; deshalb steht der echte eBay-Preis daneben. Und die Chrome-Erweiterung nimmt mir das Abtippen ab, aber nicht die Entscheidung. Für mich als Entwickler ist Check4u das Übungsfeld, auf dem Multi-Provider-KI, Queue-Architektur, externe OAuth-APIs und Browser-Erweiterung in einem echten Alltagsfluss zusammenkommen.
Screenshots 10 Bilder
Was ich gelernt habe
Drei Lehren: Erstens – der Prompt entscheidet über die Ehrlichkeit. „Kein Marketing-Sprech, Mängel benennen" musste wörtlich hinein, sonst klingt jede Analyse wie ein Werbetext. Zweitens – nie an einem KI-Anbieter hängen: Rate-Limits und Preisänderungen kommen, die Provider-Schicht hat mich mehrfach gerettet. Drittens – Grenzen respektieren statt umgehen: Die Erweiterung füllt Formulare, sie sendet nichts ab. Diese Linie ist im Code kommentiert und wird nicht aufgeweicht.